Über positive Helden und minimalistische Wirklichkeit

Die krimilady hat in ihrem blog das Krimijahr 2011 Revue passieren lassen. In ihrer Rückschau ist zwei Mal der Seeling Verlag vertreten: und zwar mit »Scheiterhaufen« von Derek Nikitas und mit »Blutschneise« von Guido Rohm.

Das finden wir natürlich großartig! Noch großartiger aber ist, was sie über unsere Bücher schreibt.
So ist »Scheiterhaufen« das Buch, das sie im vergangenen Frühjahr am meisten beschäftigt hat:

»Das Buch, das mich im ersten Halbjahr am meisten beschäftigt hat, war Derek Nikitas Scheiterhaufen vom Seeling Verlag. In Schreibratgebern stößt man ja häufig auf die Ansicht, dass zu einem gelungenen Buch ein positiver Held gehört, der den Ereignissen trotzt. Nur wenn der Leser mit dem Helden mitfiebern kann, gelinge eine Einfühlung und ein erhabenes Lesegefühl stellt sich ein. Derek Nikitas versucht es anders. In mehreren Handlungssträngen lässt er seine nicht gerade sympathischen Protagonisten auf die Katastrophe zustreben und dem Leser wird, je ohnmächtiger er sich fühlt, der Glaube an das Gute im Menschen ausgetrieben.«

Und über »Blutschneise«:
»und letztendlich hat Guido Rohm mit seinem Text Blutschneise es wieder geschafft, aufzutrumpfen.
Mein erster und letzter Gedanke beim letztgenannten Buch wohl so eine Art Quintessenz. Welchem Thema kann sich ein Autor nach diesem Stoff noch zuwenden, wenn er uns eine Wirklichkeit so minimalistisch auf den Punkt gebracht präsentiert? Wenn er sich nicht im Kreise drehen will? Nun ist das nicht mein Problem, aber gespannt bin ich schon. Und richtig konsequent gedacht stellen seine Opferbeschreibungen am Ende des Buches auch so etwas wie eine Vergewaltigung oder zumindest eine Entschuldung des vordem Erzählten dar. Sich selbst als Autor in die Geschichte einzubauen und auch noch durch Tod zu entledigen erscheint dagegen logisch. Guido Rohms Krimi zeigt, wie man Literatur in eine extreme Form gießen muss, damit der moralische Grad der gesellschaftlichen Beziehungen in seinem Ausmaß nicht nur erkennbar, sondern auch fühlbar wird.«

Und hier geht’s zum blog der krimilady

Veröffentlicht unter Rezensionen | Verschlagwortet mit , | Hinterlasse einen Kommentar

Der Tod – ein lohnendes Geschäft

Unter dieser Überschrift widmet sich Volker Nies in der Fuldaer Zeitung vom 19.11.2011 dem neuen Roman von Guido Rohm.

Wir sind da natürlich ganz seiner Meinung (denn schließlich verlegen wir Krimis, und worum geht’s da meistens … genau)!

Deswegen hier der ganze Artikel:

Veröffentlicht unter Rezensionen | Hinterlasse einen Kommentar

Metafiktion und böses Erwachen

In der Dezember-Ausgabe der österreichischen Literaturzeitschrift Buchkultur bespricht Peter Hiess in seiner Krimikolumne – Schmauchspuren – diesmal den neuen Roman »Blutschneise« von Guido Rohm.

Hier der Anfang der Rezi: »Wenn schon Metafiktion, dann bitte so.«
Und das Ende: »Es wird ein böses Erwachen geben.«

Hier die Ganze Rezension:

Veröffentlicht unter Rezensionen | Hinterlasse einen Kommentar

Neue Rezension für »Loser«

In der Backnanger Kreiszeitung hat Marina Heidrich den neuen Roman von Peter Wark besprochen.

Ihr Fazit: »Mit seinem düsteren, fast Hoffnungslosigkeit ausstrahlenden neuen Werk fügt sich der Autor nahtlos in die Tradition der Noir-Literatur.«

Dem können wir uns natürlich nur anschließen.

Hier gibt es die ganze Rezi

Veröffentlicht unter Rezensionen | Hinterlasse einen Kommentar

»Blutschneise« ist Treffer auf der Krimi-Couch Dezember!

Guido Rohms neuer Roman »Blutschneise« ist in diesem Monat Treffer auf der Krimi-Couch. Und das mit sagenhaften 91°.
Wahnsinn!!!

Die Rezension stammt von Dieter Paul Rudolph und er zieht folgendes Fazit: »Er [Rohm] gibt einem die Hoffnung, dass Krimi eine Zukunft hat. Blutschneise ist ein Roman, in den man schauen kann und der einen anschaut, in dem man Täter und Opfer ist.«

Hier geht’s zur Rezension

Veröffentlicht unter Rezensionen | Hinterlasse einen Kommentar

Lesung mit Guido Rohm und Peter Wark

Zum dritten Mal findet in Frankfurt anlässlich der Buchmesse die mehrtägige Leseveranstaltung OPEN BOOKS statt. Am Samstag, den 15.10. um 14:00 Uhr lesen unsere beiden Autoren Guido Rohm und Peter Wark im Frankfurter Kustverein Raum B. Die beiden stellen dort ihre neuen Romane vor. Also KOMMEN! Wie immer werden Ausreden nicht akzeptiert!

Mehr Infos zur Veranstaltung gibt es hier

Veröffentlicht unter Lesung | Hinterlasse einen Kommentar

»Blutschneise«: Leseprobe jetzt online!

Nachdem der Fuldaer Autor Guido Rohm mit seinem Meta-Krimi »Blut ist ein Fluss« im letzten Frühjahr die Blut-Trilogie eröffnet hat, erscheint am 15. Oktober 2011 endlich der zweite Teil der Reihe:

»Blutschneise«

Vorab gibt es hier eine exklusive Leseprobe der ersten Seiten:

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

»Scheiterhaufen« = Urlaubslesetipp


In der neuesten Ausgabe der Sendung »gut gelesen – das Literaturgespräch« auf gutenberg.tv gibt der Krimiautor und zdf-kultur-Redakteur Jürgen Heimbach Tipps für die Urlaubslektüre. Mit dabei »Scheiterhaufen« von Derek Nikitas.
Die Sendung gibt es hier zu sehen (unser Titel etwa bei 29:40 min).

Veröffentlicht unter Rezensionen | Verschlagwortet mit , | 1 Kommentar

Krimitipp auf lettra.tv


Auf dem literarischen Videoportal lettra.tv gibt Christian Koch von der Krimibuchhandlung Hammett in Berlin seine Krimitipps und lobt die Neuübersetzung von James Dickeys »Flussfahrt«.
Das Video ist hier zu sehen

Veröffentlicht unter Rezensionen | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar

Die große Überflutung des Unerforschten



In seinem Krimiblog »Watching the Dectectives« hat Dieter Paul Rudolph unsere Neuausgabe von James Dickeys Klassiker »Flussfahrt« rezensiert und zeigt sich begeistert. Hier ein Auszug aus der Besprechung:
»Wenn Ed einen Felsen erklimmt, hat die Beschreibung eines jeden kleinen Schrittes ihren guten Sinn. Alles verbindet sich so zu einer Flussfahrt der besonderen Art, durch die Stromschnellen und Untiefen des Bewusstseins und des sie umgebenden Halbdunkels, vorbei an den Klippen der Vernunft und durch die Strudel des Instinkts. Am Ende steht, um im Bild der Handlung zu bleiben, die große Überflutung des Unerforschten durch die Logik der Zivilisation. Ed und die anderen sind schuldig geworden, sie brauchen eine plausible Story, die sie vor Strafverfolgung schützt und die erschreckende Wildnis ihres Verhaltens flutet, sie zum beherrschbaren Naturschauspiel macht. Es gelingt. Alles ist wie früher, nichts ist wie früher.

Es gibt nur wenige literarische Werke, die es so eindringlich verstehen, Automatismen der Psyche mit solchen der sogenannten Weltgeschichte zu verknüpfen. James Dickeys „Flussfahrt“ ist eines davon, ein Klassiker, von dem wir nur hoffen können, die Lessingsche Forderung werde erfüllt: „Wir wollen weniger erhoben und fleißiger gelesen sein.“«

Die ganze Besprechung gibt es hier

Veröffentlicht unter Rezensionen | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar